Dittligsee  bei Längenbühl BE



"Die Gegend von Längenbühl muss schon in der jüngeren Eisen- oder Latenezeit (400 - 58 v. Chr.) bewohnt gewesen sein. Funde bestätigen dies. So fand man 1923 in Kleinismaad ein Skelett aus der Latenezeit mit Halsring (Torques) und zwei geperlten Bronzearmringen. Im Schlupf wurde zudem ein schöner Bronzedolch gefunden. 1860 entdeckte man im Längenbühlwald einen Grabhügel mit zwei Skeletten, das eine in halbsitzender Stellung. Bei einem Findling wurden Tonscherben aufgefunden, die vermutlich in die Latenezeit zurückgehen. Weiter stiess man beim Dittligsee auf Pfähle und einen Einbaum.
Im Steinried in der Gemeinde Forst kamen 1926 römische Fundamentmauern zum Vorschein, und im Seihenried entdeckte man Überreste eines römischen Gutshofes mit Badeanlage. Gleichenorts wurde eine Bronzemünze mit dem Bildnis des Kaisers Trajan gefunden.
Eine Besiedlung im heutigen Sinn hat ihren Anfang bereits zur Zeit der Alemannen genommen. Vorerst sind einzelne Weiler entstanden, deren Namen bis heute erhalten geblieben sind.
Die Bezeichnungen lassen zum Teil Rückschlüsse auf Namen damaliger Bewohner oder auf die Nutzungsart der Grundstücke ziehen. Als erster Weiler durfte wohl Dittligen entstanden sein, dem danach weitere, wie Hattigen, beim Wald, Lengenbühl, Weiermatt, Halten u.a. folgten. Weitere Umschreibungen wie Kalbermoos, Ochsenweid, Wolfrichti deuten auf Nutzungsart und Tierhaltung hin.
Bezeichnungen wie Waldweier, Weiermatt weisen darauf hin, dass vor vielen Jahren, nebst den heute noch zum Teil erhalten gebliebenen zwei kleinen Seen, weitere Gewässer vorhanden gewesen sind. Die damaligen Siedler betrieben Dreifelderwirtschaft und Fischfang."
Quelle: Internetseite der Gemeinde Längenbühl BE



 
Dittligsee
bei Längenbühl BE westl. v. Thun
Koordinaten 608' x 178'
Grösse: 430 x 170 Meter
 
Einen Uferweg gibt es nicht.
Anscheinend auch keinen Seezugang, über die Moor-Wiese riskiert man nasse Socken.  
500 Meter nördlich befindet sich übrigens der kleine Geistsee. Weiter südlich der Übeschi- und der Amsoldingersee.
Nördlich der Gerzensee.

Impressionen:



Das ist der kleine Geistsee 500 Meter nördlich vom Dittligsee. Auch hier weht ein sehr privater Geist.
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