Reichenburgseen  bei Reichenburg SZ




Diese beiden Seen liegen auf einer Insel. Zwischen Bahnschienen und Autobahn. Zwischen Zürichsee und Walensee.
Das Gebiet um den nördlichen kleineren See heisst Laich.
Der grössere See wird auch Hirschlensee genannt, nach dem Flurnamen Hirschlen.
In einer anderer Informationsquelle wird der eine See als Biotop in der Reumeren bezeichnet. Im Jahre 2001 habe der WWF Schwyz die Aufwertungsarbeiten für dieses Biotop abschliessen können. Der See wird als ein ehemaliger Seitenarm der Linth, der im Laufe der Meliorations- und Strassenbaueuphorie "vergessen" wurde, bezeichnet.
In einer anderen Quelle erfährt man folgende Entstehungsgeschichte: Durch die Kiesausbeutung für die A3 entstand ein Grundwassersee in der Hirschlen. Offenbar wollte man hier den Bauschutt des Autobahnbaus deponieren, was aber verhindert wurde. Was stimmt jetzt?
 
Aufschluss gibt der Hinweis des passionierten Fischers und gebürtigen Reichenburgers Joe Schönbächler:
 
« Der Hirschlensee ist der sogenannte 'Baggersee'. Der Grund ist das reichhaltige Kiesvorkommen darin. Anfangs der 70er Jahre wurde die Autobahn A3 Zürich-Chur durch die Ausserschwyz gezogen, bzw gebaut. Dieses Kies wurde extra für den Autobahnbau verwendet. Ursprünglich war dort ein hügeliges Weideland. Man baute Kies ab bis in 30 Meter Tiefe. Natürlich kam sehr bald Grundwasser (in der Linthebene sowieso), welches fortan abgepumpt werden musste. Ich kann mich noch gut daran erinnern (im Bubenalter), wo Lastwagen 30 m tief hinunterfuhren und Kies hervorbrachten. Nachdem der Autobahnbau vorbei war, setzte man Fische ein, und lies ihn ganz natürlich durch das Grundwasser auffüllen. Die einzige Ablussröhre geht richtung Grynau und von dort aus in den Zürisee. Ganz früher zogen die Hechte vom Zürichsee durch die Meliorationsgräben hinauf bis in diesen Hirschlensee um zu laichen. Heute nicht mehr möglich, weil die Abflussröhre mit einem Gitter zu ist. Heute ist er nur noch knapp 20 Meter tief, wie Taucher jeweils berichten.
Der Fischbestand ist sehr vielfältig. Hechte, Egli, Karpfen, viele Weissfische, und natürlich Forellen - die Erstbwohner;-) Vor allen sind es Regenbogenforellen, aber es auch hat kapitale Namaycush (kanadische Seeforelle) darin. Der See ist von der Fischerzunft Reichenburg gepachtet, und regelmässig werden Forellen eingesetzt. Es ist ein kleines Stück Naturparadies.
Vom Laichsee (direkt neben der Autobahn) kenne ich die Geschichte nicht. Qualitativ ist es nicht so gutes Wasser wie vom Hirschlensee. Hat auch reichhaltiges Fischvorkommen. »
 
Man beachte auch das nördlich gelegene Kaltbrunner Ried bei Uznach. Sowie die zahlreichen Weiher in der Linthebene zwischen Walen- und Zürichsee. Zum Beispiel der Torfstichsee östlich von Reichenburg.
Hier erfährt man Wissenswertes über die Geschichte der Linthebene.
Hier erfährt man Wissenswertes über den Naturschutz in der Linthebene.


Kleinseen bei Reichenburg, Reichenburg SZ
zwischen Zürichsee und Walensee
330 x 260 m + 240 x 180 m
Koordinaten: 716' - 226'
 
Die Seen können grössenteils umwandert werden. Gutes Schuhwerk ist von Vorteil.

Impressionen:
Der Hirschlensee, der grössere südliche See
 
 
Der Hirschlensee von oben (Foto: Joe Schönbächler)
 
 
Die Alleebäume entlang der Strasse sind mit Misteln vollbehangen
 
 
Mooslandschaft
 
 

 
Trinken das Wasser vom moosgen Stein

 
 
 
Der nördliche kleinere (Bagger-)See

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