Hauptwilerweiher  bei Hauptwil-Gottshaus TG



Der Hauptwilerweiher.

Um 1430 liess das Chorherrenstift St. Pelagius in Bischofszell im Tälchen zwischen Wilen und Hauptwil fünf Fischweiher anlegen. Zusammen mit dem Dorfbach (Sorne) schafften diese Wasservorkommen ideale Voraussetzungen für das spätere Leinwandgewerbe und die Textilindustrie, die das Wasser verschiedentlich nutzten. Die beiden untersten Weiher wurden mit einem Kanalsystem aus dem Dorfbach mit zusätzlichem Wasser gespiesen, sie bildeten das Reservoir für eine ganzjährige und gleichmässige Wasserversorgung. Vom Hauptwilerweiher wurde ein Kanal durch das Dorf zu den verschiedenen Nutzern erstellt.

Eine ausführlichere Beschreibung der Weihergeschichte findet man hier und hier.
Am Hauptwilerweiher gibt es auch Badebetrieb. Einheimische können Eintrittsjetons über die Gemeindeverwaltung für 50 Rappen statt für 2 Franken beziehen.
 
Nordwestlich findet man übrigens den Emerxerweiher, den Lengwilerweiher, den Biessenhoferweiher und den Bommerweiher, nordöstlich den Schlossweiher, alle ebenfalls dokumentiert.
   

Die fünf Weiher bilden ein Band von nordosten nach südwesten:
Horberweiher 420 x 120 m,
Rüütiweiher 260 x 120 m,
Hoorbacherweiher 370 x 160 m,
Gwandweiher 400 x 70 m,
Hauptwilerweiher 200 x 80 m,
(in dieser Reihenfolge auf der Karte abgebildet)
 
Hauptwil-Gottshaus TG, östl. von Bischoffszell
Koordinaten 738' / 260'
 
Die Weiher sind streckenweise bewanderbar. Der Seerundgang wäre etwa 6 Kilometer lang, in hügeliger Landschaft.

Impressionen:
Der südlichste, der Hauptwilerweiher.

Der Hoorbacherweiher, bei Hoorbach. Im Bildhintergrund entlang dem Hügel schliesst
sich der Gwandweiher an.


Der Rüütiweiher, bei Rüütihof.

> Mostindien lässt grüssen!

Der Horberweiher, der nördlichste bei Wilen.

Der Horberweiher.


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